B.S.V. 25th Infantry Division

Operation: Willys Jeep M38 A1

 

 

Freitag 201730L May 05 Freising

 

Ungeduldig warte ich auf die Ankunft von Marcus samt Pick Up. Als er dann endlich angekommen ist ging es auch gleich weiter, ab nach Garching zur Anhängervermietung. Die war im Gewerbegebiet und schnell gefunden. Als wir in die Einfahrt gefahren sind, sahen wir auch schon den Autoanhänger auf dem Hof stehen. Nachdem die geschäftlichen Dinge erledigt waren hing der Hänger auch schon am Pick Up und es konnte los gehen. Noch schnell einen Lampentest machen und ab die Post! Aber nix gibt’s! Denn das Bremslicht vom Hänger geht nicht. Also, auf zur Fehlersuche. Nach gut 15 Minuten und ein paar mal Fluchen später haben wir den Fehler auch gefunden. Was war es? Ein Kabelbruch im Stecker vom Anhänger. Gut das Marcus immer alles dabei hat! Kabelbruch behoben und nun konnte es endlich losgehen. Zurück auf die Autobahn und ab in Richtung Wolfratshausen zum Rudi. Der wartete auch schon auf uns. Es war auch schon halb acht, Marcus und ich hatten auch dementsprechend Hunger und haben uns auch gleich was bestellt.

Beim essen gingen wir die Planung nochmals durch und suchten uns eine Route um schnell in die Schweiz zu kommen. Unser Zeitplan sah so aus: 0300 aufstehen, 0330 Abfahrt und 1000 Ankunft in Siebnen wo unser Willys stand. Soweit alles klar und wir tranken noch ein zwei Bier und schauten uns das Making Off von AvP an. Um 2330 war aber dann Zapfenstreich und wir legten uns schlafen mit dem Satz vom Rudi im Ohr: „Ich weck euch dann um 0300 Mädels!“

 

Samstag 210300L May 05 Wolfratshausen

 

Um 0300 klingelte das Handy vom Marcus, jedoch so lange bis es wieder aufhörte! Etwas später klingelte es erneute und ich dachte mir, entweder wir stehen jetzt auf oder er schaltet es ab! Jedenfalls sind wir dann mal so um 0430 aufgestanden und uns etwas frisch gemacht, angezogen und dann an Rudi aus dem Bett schütteln, der uns natürlich nicht geweckt hat. Seine ausrede war das der Wecker nicht geklingelt hat! (wie billig :D ) Also war halt Abfahrt erst um 0500 von Wolfratshausen in Richtung Lindau. Aus einer Mischung Autobahnen Fern- und Landstraßen zog sich unser Weg durch das Voralpenland. Ein kurzer Tankstopp um etwa 0600 sowie der kauf einer Schweizer Straßenkarte ging es auch schon wieder weiter. Was nicht fehlen darf bei so einem Tagesausflug ist natürlich der Frühstück beim Ronald Mc Donald. Den ersten den wir gefunden hatten, hatte noch zu also weiter und weiter und weiter. Kurz vor der Österreichischen Grenze sind wir wieder runter von der Autobahn um an der Tanke noch ein zwei Pickerl zu kaufen. Ein Össi Pickerl und noch ein Schweizer für den Anhänger. Ja der Anhänger braucht auch eins!!? Das gute war, neben der Tanke war auch ein  Mc Dreck wo wir sofort eingefallen sind und erst mal gefrühstückt haben.

Jetzt aber weiter ist schon 0700 durch, also wieder rauf auf die Autobahn und ab nach Österreich und dann rüber in die Schweiz. Irgendwann sind wir dann von der österreichischen A14 auf die Schweizer A13 übergewechselt und der Schweizer Zöllner wissen wollte was wir hier wollen, ist ja auch schwer zu erkennen wir waren ja auch nur ca. 8 Meter lang, durften wir weiterfahren. Nach einem kleinen Wortgefecht wohin wir jetzt fahren müssen sind wir doch glatt erst mal in die falsche Autobahnauffahrt gefahren was aber nicht weiter schlimm war. Wieder auf dem richtigen Kurs in Richtung Sargans wo wir dann auf die A3 nach Zürich fuhren, war unserer Ziel nicht mehr weit entfernt. Alle waren schon total aufgeregt den Willys endlich live zu sehen jedoch mussten wir uns vorerst mit der Landschaft zufrieden geben und den netten Schildern auf der Autobahn wo ein Geschütz draufgemalt war und darunter eine Art Schallwelle. Wir fanden das sehr amüsant!

Kurz vor der Ausfahrt Siebnen erreichte mich ein Anruf von Roy, dem Verkäufer des Willys, der wissen wollte wo wir bleiben und wir wie lang es noch dauern wird. Wir konnten ihm aber sagen das wir bald da sind in etwa 20 Minuten. Kurz darauf waren wir auch schon in Siebnen und folgten nun der Wegbeschreibung von Roy die er uns am Vortag noch via E-Mail zugeschickt hat. Wenig später sahen wir auch schon Roy wie er vor der Einfahrt wartet. Wir folgten ihm in die Einfahrt und da stand auch schon unser Willys Jeep M38 A1 Baujahr 1958 in seiner vollen Pracht.

 

Samstag 211130L May 05 Siebnen

 

Nach der Begrüßung und einer kleinen Erfrischung sahen wir uns den Willys erst mal genauer an. Roy erklärte uns einige Sachen und zeigte uns Bilder von einem Willystreffen. Der Willys war in einem Hervorragendem Zustand, so gut wie keine Roststellen, der Lack sah aus als wäre erst am Vortag drauf gekommen. Er war so richtig geil.

Dann ging es an das Geschäftliche. Wir lasen und den Vertag durch den Roy für uns erstellt hatte und soweit war alles in Ordnung. Ein paar Autogramme von mir und wir übergeben Roy den ausgemachten Betrag. Somit war der Deal komplett. Marcus parkte schon mal den Pick Up samt Hänger um und dann ging es an das aufladen. Noch schön die Spanngurte straff ziehen und der Willys stand fest auf dem Anhänger. Ein kurzer Plausch mit Roy und dann verabschiedeten wir uns auch wieder und führen los.

Es war bereits 1230 als wir wieder auf der Straße waren in Richtung A3. Auf der A3 führen wir in Richtung Zürich weiter. Wir mit guten 3,8 t Gesamtgewicht und wie oben schon gesagt guten 8 Meter lang führen wir mit guten 90 km/h durch die Schweiz. Unser Ziel war Konstanz wo wir dann mit der Fähre über den Bodensee wollten. Mit so einem schönen Auto im Rücken waren wir auch natürlich auch Blickfang für jedermann. Kurz vor Zürich legten wir dann wieder einen Tankstopp hin und prüften den Reifendruck des Anhängers nach. Anschießend ging es durch Zürich durch und wieder auf die Autobahn nach Konstanz. Nun werden wir sehen was der Zoll mit uns macht. Wir führen auf die Grenzbeamten zu die uns dann auf den Parkstreifen schickten. Der Beamte kam rüber zu uns und fragte ob wir den schon beim Zoll waren. Das mussten wir verneinen und er schickt uns freundlich zum Zollbüro. Dort sagten wir dem Beamten es ginge um den Oldtimer vor seinem Fenster, legten Kaufvertrag und Fahrzeugschein vor. Nun hieß es warten. Eine Zigarette später kam der Zöllner wieder und teilte uns mit das wir 10 % Zoll und 16 % Einfuhrumsatzsteuer zahlen müssen. Natürlich protestierten wir dagegen und ich sagten dem Beamten das er vor seinem Fenster historisches Kulturgut steht und das nur mit 7 % zu besteuern ist! Seine Antwort war, er könne das nicht entscheiden (Klar ist ja auch nur ein kleiner Grenzler der keine Ahnung hat) jedoch können wir Einspruch beim Hauptzollamt einlegen. Es blieb uns nichts anderes übrig als zu bezahlen. Nach dem wir die Papiere wiederbekommen haben steuerten wir etwas angeschlagen auf den Hafen zu. Dort fuhren wir mit unserem Gespann auf die Fähre und legten wenig später ab. Nach dem anlegen ging es dann immer in Richtung München und wir jubelten als wir wieder in Bayern waren. Es war schon spät geworden und der Hunger kam wieder hoch, das hieß für uns das ein Mc her musste. Prompt lag auch einer auf dem Weg und wir fuhren runter von der Autobahn um etwas zu essen. Jedoch könnten wir unser Gespann nicht auf dem Parkplatz vor dem Mc Donald abstellen also fuhren wir bis zum Ende der Straße um dort zu wenden, aber es kommt wie es kommen musste der Wendeplatz war zu klein für uns. Der Pick Up hing an einem kleinen Erdhügel und das Abstellrad vom Anhänger hing am Pick Up. Es half nichts wir konnten nicht vor und auch nicht zurück. Blieb nur noch eine Möglichkeit: Anhänger abkoppeln und per Muskelkraft wenden. Das war jedoch nicht so einfach denn wir konnten die Kurbel für das Abstellrad nicht drehen weil da die Heckklappe vom Pick Up war. Also holte ich den Wagenheber vom Willys und wir hoben damit den Anhänger an um ihn von der Kupplung zu lösen. Nun konnten wir ihn etwas zurückschieben und wenden, dann wieder den Pick Up davor gespannt und es konnte wieder weitergehen. Jetzt haben wir das Abendessen aber verdient. Beim essen klingelten wir schnell bei den anderen durch und fragten wie es ihnen geht. Die waren grad angekommen in Hogen und bereiteten sich auf das Adventure Game vom GAGC vor, das heute Abend starten sollte.

Nach dieser Pause fuhren wir dann ohne weiter unterbrechen über Landsberg am Lech nach Wolfratshausen durch. Um 1930 sind wir wieder beim Rudi eingetroffen wo wir unseren Schatz gleich abluden und ihn in die Einfahrt stellten. Marcus und ich sind auch gleich wieder weiter denn wir mussten ja noch den Anhänger zurückbringen. Also, ab nach Garching wo wir dann um kurz nach neun eintrafen und den Anhänger wieder zurückgaben. Noch eine kurze Unterhaltung mit dem Vermieter der super gut drauf war und dann brachte mich Marcus wieder Heim.

Marcus fuhr dem Pick Up wieder zurück und ich machte mich auch gleich wieder auf den Weg zum Rudi nach Wolfratshausen. Etwas Später kam Marcus auch wieder und sah wie Rudi und ich unser erstes Bier im unserem Willys tranken.

Nun ging der Tag auch wieder seinem Ende zu, mit einem mitternachts Essen und noch paar Bier.

 

Und wir können mit Recht sagen: Das war das teuerste Wochenende in der Geschichte des Bayerischen Softair Vereines!

 

Ich möchte mich noch mal beim Marcus bedanken denn ohne ihm wäre das alles nicht möglich gewesen. Er hat den Pick Up besorgt von seinem Freund und den Anhänger organisiert. Es war ein tolles Wochenende und ich kann nur sagen für mich ist der Airsoftsport kein Hobby mehr sondern eine Lebensweiße!

geschrieben von Joe Heaton