B.S.V. 25th Infantry Division

Operation: REO M36A2

 

 

 

Wenn sich mal zwei BSVler was in den Kopf gesetzt haben wird das auch irgendwann passieren! Genau so und nicht anders! Die Idee, sich einen LKW zu kaufen gab es schon länger. Nachdem unser eigenes Equipment immer größer wurde und die Operationen auch an Größe und Material zunahmen, war es doch mal nötig.

 

Ein Ausschlag gebender Grund war Imminent Fallout 2. Für dieses Spiel benötigten wir einen LKW und wir haben uns dazu entschlossen einen Unimog zu mieten. Auf diesem konnten wir das gesamte Material verladen was auch bitter nötig war denn wir hatten am Schluss nicht wenig dabei und das Ding war bis zum Rand voll. Zudem könnten wir den Unimog noch für das Spiel hernehmen als Truppentransporter, was sehr gut bei den Leuten ankam!

Die Monate drauf würde an immer rumgescherzt das wir so was für den dauerhaften Einsatz bräuchten. Die eine Hälfte sagte ein REO muss her, die andere Hälfte meine aber dass ein Unimog doch ausreichen würde. Der REO wäre eh zu teuer im Unterhalt und so weiter und so weiter!

 

Daraufhin verging wieder etwas Zeit, und hin und wieder schaute ich mir das an was so im Internet angeboten wurde. Entweder es war nix für uns oder einfach zu der Zeit zu teuer. Nach Bahna 2006, eine Veranstaltung der tschechischen Armee, lebte das Fieber wieder auf und Ingo und ich beschlossen uns das anzutun. Also erst mal auf die suche nach einem schönen Exemplar gemacht. Eines Tages wurde einer im Internet angeboten der anders war als alle anderen REO! Es war ein M36A2! Hmm, längere Ladefläche, Winde und auf dem Bild sah er ganz gut aus. Ruf doch erst an Ingo und frag ihn was er davon hält, dacht ich mir. Wie gesagt so getan! Der war auch ganz entzückt von dem Ding und wir sagten uns, den schauen wir uns mal genauer an.

Also rief ich erst mal den Verkäufer an, dieser machte am Telefon einen netten Eindruck, so dass ich gleich einen Termin zur Besichtung ausmachte. Ingo und ich hatten zufällig beide frei und wir machten uns auf den Weg nach Baden-Würtenberg Richtung REO. Wir kamen eine halbe Stunde vor unserem Zeitplan an, obwohl wir einmal um den Block gefahren sind, da wir die Straße nicht auf Anhieb gefunden haben. Aber das Grundstück war leicht zu erkennen da ja ein REO im Garten stand.

Wir gingen auf ihn zu und Jörg (der Verkäufer) war noch mit den Vorbereitungen wegen der Besichtigung beschäftigt aber als er uns sah begrüßte er uns zugleich und ließ uns erst mal eine Runde um den REO drehen. Dabei fiel uns auch gleich die schlechte Lackierung auf, da hat doch jemand einfach über alles drüber gepinselt! Und das auch nicht gerade schön! Hier und da leichte Durchrostungen an Kabine und Blechen aber nichts Tragisches. Uns sind noch ein paar Sachen aufgefallen jedoch nichts was man nicht mit etwas Geschick und Zeit beheben kann. Wichtig für uns war das der Motor in Ordnung ist, tragende Teile keine Durchrostung aufweisen oder groß Flüssigkeiten auslaufen. Diese Punkte erfühlt er, der Motor ist trocken der Rahmen gammelt nicht vor sich hin und Öl verliert er auch nicht.

 

So kommen wir doch mal zum technischen Zustand. Kein Problem für Jörg, der auch gleich mal den Motor zum Leben erweckt. Ohne zicken springt der Turbo Diesel an und lässt eine schwarz/graue Rauchwolke in den Himmel steigen! Als Jörg auf das Gaspedal tritt kommen wir aus dem grinsen nicht mehr raus, zu schön hörte es sich an wenn der Turbo sein arbeit machte und langsam wieder runter kam. Ein Traum einfach!

Jörg schlug vor das wir eine Runde mit dem REO drehen sollten um den LKW in Aktion sehen zu können. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und quetschten uns zu dritt in die doch recht enge Fahrerkabine. Jörg zirkelt langsam das gut acht Meter lange Monster aus der kleinen Einfahrt und wir führen durch die Straßen der Stadt. Nach einer guten halben Stunde und einem kleinen Bremsentest beendeten wir die Rundfahrt und stimmten zu, dass der technische Zustand des Fahrzeuges in Ordnung war. Für uns war die Sache klar, jedoch wollten wir noch mal drüber schlafen und eine Pro/Kontra Liste aufstellen. Wir verabschiedeten uns von Jörg mit den Worten das wir uns melden um ihn unsere Entscheidung mitzuteilen.

 

Schon auf der Rückfahrt diskutieren wir über den REO, schrieben auf was uns gefallen und was uns nicht gefallen hat, wo es Mängel und Macken gab. Ganz klar war der Lack ein großen Thema, der einfach über alles drüber gepinselt wurde. Am Ende waren wir aber einig, wir wollen diesen LKW! Einen Tag drauf schickten wir Jörg unser Angebot und würden uns einig.

 

Jetzt ging es nur noch darum wie wir das Geld dafür auftreiben sollen. Nach ein paar Telefonaten und einem Gespräch mit der Bank konnten wir auch dieses Problem lösen und wir machten einen Abholtermin aus. Ingo besorgte die Kennzeichen und unser Marcus war so nett uns mit seinem Auto dort hin zu fahren. Zudem wurden wir noch vom Birzi begleiten der uns sozusagen Rückdeckung gab! Dort angekommen ging es erstmal ins Haus wo das Geschäftliche erledigten und kurz darauf mit einem Lächeln die Papieren in den Händen hielten. Dann ging es auch schon wieder raus wo wir gleich die Kennzeichen anbrachten und kurz prüften ob alles dabei war. Bis wir los kamen ist es auch schon dunkel geworden, wir winkten noch mal Jörg und seiner Freundin und machten uns auf den Weg mit unseren kleinen Kolonne in Richtung Halle wo auch schon unser Willys auf seinen großen Bruder wartet.

 

Nach einer fünf Stunden Fahrt kamen wir dort auch um kurz vor 0100 Uhr an, parkten ein, schalteten den Motor ab und machten mit glücklichen und ungläubigen Augen erstmal ein kühles Bier auf. Das haben wir uns verdient!

 

Das ist nun ein Jahr her und bis jetzt kann man nur sagen dass, sich der REO wirklich für uns gelohnt hat. Nicht nur das es Spaß macht mit dem Ding durch die Gegend zu fahren sondern das wir noch zu den gehören die einen M36A2 besitzen. Ich freu mich schon auf die nächsten Fahrten zu Treffen und Spielen und hoffe das er uns lange, lange erhalten bleibt. Wir werden jedenfalls alles daran setzten das es so sein wird.

geschrieben von Joe Heaton